Hohe Auszeichnung für den Vorsitzenden der Arge Polen, Stefan Petriuk

Als Dank für jahrelange Arbeit zur deutsch-polnischen Verständigung wurde Stefan Petriuk in Polen mt einer Ehrenverdienstmedaille ausgezeichnet.

Stefan Petriuk aus Langballigholz wurde am kommenden Montag, 10. April, für seine jahrzehntelange, ehrenamtliche Tätigkeiten und seine herausragende Verdienste um die Beziehungen zwischen Polen und Deutschen durch das polnische Parlament der Woiwodschaft Lubuskie die Ehrenmedaille für Verdienste für die Woiwodschaft Lubuskie verliehen.

Das Bestreben von Stefan Petriuk, war und ist, durch sein soziales, finanzielles, kulturelles und gesellschaftliches Engagement in Polen, die Beziehungen zwischen Polen und Deutschen zu verbessern und beiderseitiges Verständnis zu fördern.

Dafür wurde Petriuk, ein pensionierte Oberstabsbootsmann aus Langballigholz, bereits im Jahre 1995 mit der Ehrenmedaille der Stadt Lodz und im Jahre 2000 durch den polnischen Staatspräsident Aleksander Kwasniewski mit dem „Verdienstkreuz der Republik Polen in Gold“, der höchsten Auszeichnung die von Polen an Ausländer verliehen wird, dekoriert.

Nicht zuletzt wegen seines großen gesellschaftlichen Engagements für die polnische Stadt und Gemeinde Kargowa (Unruhstadt) wurde Stefan Petriuk im Jahre 2005 zum „Ehrenbürger der Gemeinde Kargowa“ ernannt.

Sein Engagement beschränkte sich aber nicht nur auf die Stadt Kargowa.

Auch in der polnischen Nachbargemeinde Kolsko sind die Eheleute Petriuk stark gesellschaftlich tätig. Und diese Jahrzehnte in jeglicher Hinsicht andauernde Unterstützung der beiden Gemeinden Kargowa und Kolsko wurde erneut ganz besonders gewürdigt.

Stefan Petriuk wurde während eines großen Festaktes im Beisein des gesamten Parlaments durch den Woiwodschaftparlamentspräsidenten der Woiwodschaft Lubuskie sowie Gästen aus Deutschland und Polen, am 10. April, für seine Verdienste die „Ehrenmedaille für Verdienste für die Woiwodschaft Lubuskie“ ausgezeichnet.

Beide Orte liegen ca. 90 km östlich von Frankfurt an der Oder und gehörten bis 1945 zum Deutschen Reich. Kargowa hieß vor dem 2. Weltkrieg Unruhstadt in Brandenburg und Kolsko hieß Kolzig in Niederschlesien. Zu den zahlreichen Aktivitäten von Petriuk in Kargowa zählt besonders das Engagement um die Erhaltung des dortigen Schlosses, welches zur einer deutsch-polnischen Kultur- und Begegnungsstätte ausgebaut werden soll.

Seit der Ausrufung des Kriegszustandes im Dezember 1981 in Polen setzt sich Petriuk intensiv für eine deutsch-polnische Verständigung ein. Besonders nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1990 organisiert er in Polen Ausstellungen, Symposien und hielt und hält zahlreiche Vorträge, die sich fast ausschließlich mit dem Thema Deutschland – Polen bzw. deutsch-polnische Geschichte befassen. Zu diesem Thema hat er bereits über ein Dutzend Bücher veröffentlicht, oft in beiden Sprachen. Die beiden letzten „Unruhstadt und Karge / Eine im Zeitalter der Toleranz entstandene Stadt im Spannungsfeld zwischen Polen und Deutschland“ (360 Seiten) und „Die niederschlesischen Gutsherrschaften Kolzig und Kontopp“ (590 Seiten) haben eine besonders positive Resonanz bei den ehemaligen deutschen und den heutigen polnischen Bewohnern hervorgerufen.

Unterstützt wird er dabei von seiner Familie, insbesondere durch seine Ehefrau Elke. Zusammen mit seiner Ehefrau haben beide in der Stadt Kargowa die offiziell eingetragene und vom polnischen Kultusminister anerkannten „WILHELM BLANKE – Stiftung von Elke und Stefan Petriuk“ gegründet. In die Stiftung haben beide über 60 eigene Ölgemälde von Wilhelm Blanke eingebracht, einem bekannten deutschen Maler vor dem 2. Weltkrieg der in Unruhstadt/Kargowa geboren und gestorben ist. Diese Gemälde sind ein Geschenk der Eheleute Petriuk an die heutige Stadt Kargowa.

Am Ende zu diesem Beitrag sagten die Eheleute Petriuk: „Unserer Leitbild in unserem Leben war und ist, nicht nur nehmen, sondern auch noch mehr zurückgeben“.